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Siena und ihre Provinz zwischen Geschichte und Landschaft

Verantwortlicher Autor: Francesco Pace Siena, Toskana, Italien, 21.01.2026, 23:03 Uhr
Presse-Ressort von: ©FPAc Bericht 4689x gelesen
Stadtansicht
Stadtansicht  Bild: Francesco Pace

Siena, Toskana, Italien [ENA] Siena ist weltweit bekannt für ihr historisches und künstlerisches Erbe, ihre mittelalterliche Architektur und den berühmten Palio. Seit 1995 gehört die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mittelpunkt ist die Piazza del Campo, Austragungsort des Palio und urbanes Herz der Stadt.

Auf der charakteristischen Ziegelpflasterung der Piazza del Campo sind neun Streifen zu erkennen, die an das historische „Governo dei Nove“ erinnern und aus der Höhe die typische Muschelform des Platzes betonen. Von hier aus lassen sich der Palazzo Pubblico, die Fonte Gaia und der Torre del Mangia bewundern, der mit seinen 88 Metern das Stadtbild prägt. Wer die rund 400 Stufen des Turms erklimmt, wird mit einem weiten Blick über ganz Siena belohnt. Im Palazzo Pubblico befindet sich das Museo Civico mit bedeutenden Kunstwerken, darunter Skulpturen von Federighi und der Vecchia Dama. Die Piazza del Campo gilt weltweit als architektonisches Meisterwerk, dessen Form durch einen leichten Höhenunterschied am Zusammenfluss dreier Hügel entstanden

Die heilige Katharina von Siena. Eine der berühmtesten Persönlichkeiten Sienas ist die heilige Katharina, geboren am 25. März 1347, dem Fest der Verkündigung. Ihr bürgerlicher Name war Caterina Benincasa, Tochter eines Färbers. Bereits im Alter von fünf Jahren hatte sie erste Visionen; mit acht Jahren – nach anderen Quellen mit sechzehn – legte sie den Schleier an. Trotz des Widerstands ihrer Familie folgte sie unbeirrt ihrer Berufung. Drei Jahre verbrachte sie in völliger Kontemplation und im Schweigen, bevor sie eine mystische Vision erlebte. Danach widmete sie sich ihrer Mission in Siena, einer Stadt, die gerade die Pest überstanden hatte, und kümmerte sich um Kranke und Arme.

Die Provinz Siena ist hauptsächlich in sieben Gebiete gegliedert: Alta Val d’Elsa, Stadt Siena, Chianti Senese, Crete Senesi, Val di Chiana Senese, Val di Merse und Val d’Orcia. Zur Alta Val d’Elsa zählen die Gemeinden Casole d’Elsa, Sitz des Skulpturenparks Selva di Sogno von Deva Manfredo, Colle di Val d’Elsa, Monteriggioni, Poggibonsi, Radicondoli und San Gimignano. Dieses Gebiet wird vollständig von der Via Francigena und ihren Varianten durchquert. Der Chianti Senese bildet den südlichen Teil der bekannten Chianti-Region. Die Crete Senesi umfassen die Gemeinden Asciano, Buonconvento, Monteroni d’Arbia, Rapolano Terme, San Giovanni d’Asso sowie Teile von Trequanda.

Val d’Orcia und Amiata gelten zusammen mit den Crete Senesi als die „Postkarte“ der Provinz Siena. Zu den Gemeinden zählen Abbadia San Salvatore, Castiglione d’Orcia, Montalcino, Piancastagnaio, Pienza, Radicofani und San Quirico d’Orcia. Die Region ist häufig Ziel des sogenannten Trenonatura, einer Veranstaltung, bei der die Landschaft zeitweise mit Dampflokomotiven und historischen Triebwagen durchfahren wird und sich aus nostalgischer Perspektive erleben lässt. Südwestlich von Siena liegt die Val di Merse, die sich über die Gemeinden Chiusdino, Monticiano, Murlo und Sovicille bis zu den Ausläufern der Colline Metallifere erstreckt. Dazu gehört auch das Naturschutzgebiet Basso Merse, ein ausgewiesenes und geschütztes Naturareal.

Piazza del Campo
Palazzo Pubblico Torre del Mangi
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